Startseite
Apenteichquelle bei Winzenburg
Apenteichquelle
Ferienwohnung Lamspringe

Glashüttenweg 3, 31088 Westerberg
OT Winzenburg

Tel. 030 / 84 31 63 04

info@ferienwohnung-lamspringe.de
Die Apenteichquelle bei Winzenburg

Die Quelle und die daran anschließenden Teiche heißen „Apenteiche“. Das germanische Wort „apa“ steht für „Wasser. Eine andere Überlieferung spricht von „apen“ = offen, d.h. aufgrund der Springstärke niemals zufrierend (Anmerkung: neben der Quellart „Spring“ als aktive Quellform gibt es den „Born“ als passive Form). Es ist anhand der während des Baus der Trinkwasserleitung entdecken Funde nachzuweisen, dass die Quelle bereits seit der Bronzezeit eine Verehrung genoss.

Von höheren Wesen, vor denen sich unsere Vorväter neigten, sprechen viele der Sagen unserer Gegend. Tempel und Heiligtümer, in denen Gottheiten verehrt wurden, hat es nie gegeben. Haine, in denen ein Quell entsprang, waren das Heiligtum des bildlosen Kultes der Naturkräfte. Erst in späterer Zeit wurden diese Naturkräfte personifiziert, so. z.B. „Donar“ als Wind- und Wettergott; hier in unserer Region als „Hoike“ oder „Hödeken“ bezeichnet. Ihn und andere verehrte man an der Quelle des Affen- oder Pfaffenbrunn, wie der Name des Baches auf alten Karten lautet.

Aus den Quellen liegen eine große Anzahl an Funden vor, die als Opfergaben identifiziert wurden. An dieser Stelle erbat man den Segen für Äcker und Felder, für Haus und Hof. Hier begannen die Feldumgänge im Frühling und vielleicht waltete an dieser Stelle der Gode. Er segnete mit dem heiligen Hammer des Donar das die Ehe schließende Paar und das neugeborenen Kind.

Die Apenteiche als Fischzucht wurden um 1221 durch Lippold von Escherde angelegt. Zeitweilig wurden sie als „Fischbrutanstalt“ genutzt, die 1890 vom Forstmeister Sames und dem Pächter der Domäne Rühmkorff dort angelegt wurde. In der heutigen Zeit hat sich ein regelrechter - bisher sanfter - Wassertourismus entwickelt: viele Menschen aus nah und fern genießen das frische Quellwasser und nehmen davon in Flaschen und Kisten mit.

Da sich derzeit jeder Besucher entsprechend verhält und den Ort so verlässt, wie er diesen vorfindet, müssen aktuell keine weiteren Maßnahmen zum Schutz ergriffen werden.

Entfernung ca. 3 km